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Wir für Arbeitgeber, Institutionen, Partner / Arbeitsgelegenheiten 2017-08-06T14:46:58+02:00

Nicht für alle Arbeitsuchenden stehen die Chancen für eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt gleichermaßen gut. Die Einrichtung von Arbeitsgelegenheiten (allgemein „Ein-Euro-Jobs“ genannt) in öffentlichen Einrichtungen und Vereinen ist ein Weg, den weit vom ersten Arbeitsmarkt entfernten Kunden den erneuten Zugang oder zumindest eine Annäherung zum normalen Erwerbsleben zu ermöglichen. Das Ziel: eine Rückkehr auf den ersten Arbeitsmarkt.

Die Beschäftigungsmöglichkeiten im Rahmen der Arbeitsgelegenheiten sind nicht sozialversicherungspflichtig. Sie müssen strenge Anforderungen erfüllen: Die Arbeiten müssen zusätzlich, wettbewerbsneutral sowie arbeitsmarktpolitisch zweckmäßig sein und im öffentlichen Interesse liegen. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit:

https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Institutionen/Traeger/EinEuroJobs/index.htm

Förderung von Arbeitsverhältnissen nach §16e SGBII

Nach § 16e SGB II geförderte Arbeitsverhältnisse sind Beschäftigungsverhältnisse, die nicht in vollem Umfang sozialversicherungspflichtig sind. Es werden hierbei nämlich keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung erhoben (so wie in der Vergangenheit bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen – ABM). Die Förderung besteht in einem Zuschuss zum Arbeitsentgelt, der bis zu 70 % des Arbeitsentgelts betragen kann. Die prozentuale Höhe richtet sich nach der individuellen Leistungsfähigkeit des Leistungsberechtigten.

Die geförderten Tätigkeiten müssen nicht die Kriterien Zusätzlichkeit, öffentliches Interesse und Wettbewerbsneutralität wie bei einer Arbeitsgelegenheit erfüllen. Es dürfen jedoch keine regulären Beschäftigungsverhältnisse durch solche geförderten Arbeitsverhältnisse verdrängt werden.

Maßgeblich für die Förderung von Arbeitsverhältnissen nach § 16e SGB II sind die mangelnden Chancen des Leistungsberechtigten auf eine Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt ohne diese besondere Form der Förderung.

Ziel ist es, für langzeitarbeitslose, arbeitsmarktferne Leistungsberechtigte mit größeren Vermittlungshemmnissen Arbeitsverhältnisse zu fördern, um leistungsberechtigte Personen an die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes heranzuführen. Die Förderung soll eine mittelfristige Arbeitsmarkt-Perspektive schaffen. Allein aus der Höhe des Zuschusses ist ersichtlich, dass der Arbeitgeber nicht mit einem voll leistungsfähigen Arbeitnehmer rechnen kann. Aber der Ansatz, dass Arbeit auch eine Form von Therapie ist, kann hier dazu beitragen, Arbeitnehmer wieder so weit zu bringen, dass sie den Anforderungen des Arbeitsmarktes auch wieder gerecht werden.